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cannopy - swoopen |
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Text:
Frank
Täsler, NLEx / FFP
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Das
Wort "Swooping" kommt, wie viele andere Begriffe auch,
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aus
dem Englischen und bedeutet herabstoßen (wie ein Raubvogel).
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Diese
spektakulärste Disziplin des Fallschirmsports ist auch die gefährlichste.
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Jährlich
kommen hierbei ca. 70 Menschen ums Leben.
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Für
den Zuschauer ist dieses Element des Fallschirmspringens
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hautnah
und Life mitzuerleben,da es unmittelbar am Boden stattfindet.
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Die
Kunst ist es, die nur ca. 8-9 m2 großen,
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sehr wendigen Hochleistungsfallschirme in einer Höhe von ca.
300-
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150
Metern mit einer "Kampfkurve", auch Hookturn (übersetzt:
Hakendrehung)
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genannt, von min. 90 bis 720 Grad vom Himmel zu stürzen und dabei
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eine Sinkgeschwindigkeit von 120-140 km/h zu erreichen.
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Zur
Beendigung der Geschwindigkeitsaufnahme wird der Fallschirm
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in
die normale Fluglage, mittels einer weichen geflogenen Parabel,
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zurückgeführt.
Dies sollte so nah wie möglich am Boden vollendet sein,
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sodass
der Pilot gerade eben nicht den Boden berührt!
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Dieser
Spielraum zwischen zu tief, sprich Verletzung/Tod, aber auch zu hoch,
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was
einer Belächelung gleichkommt, ist sehr eng.
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Aus
gesundheitlichen Gründen ist "zu hoch" in jedem Fall
besser als "zu tief".
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Ist
dieser Punkt aber perfekt getroffen worden,
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nimmt
der Pilot die soeben in Horizontalgeschwindigkeit umgesetzte
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Sinkgeschwindigkeit,
mit in die waagerechte Fluglage
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Er kann jetzt Strecken von bis zu 142 Metern (Weltrekord!) fliegen,
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ohne den Boden zu berühren.
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Die
Strecke variiert stark mit der Windgeschwindigkeit
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(Gegen, Rücken, Seiten-wind),
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dem
verwendeten Fallschirmtypen und natürlich dem Können des
Piloten.
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Eine
Sprungerfahrung auf Hochleistungsfallschirmen von mindestens
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1000-2000
Absprüngen vorausgesetzt. Hat man diese Voraussetzungen erfüllt,
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kann man zu den verschiedenen Spielarten des Swoopens übergehen:
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Es
kommt nicht nur darauf an, irgendwo auf der Wiese einen
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megaweiten
Swoop hinzulegen, sondern auch auf Zielgenauigkeit, Kontrolle
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und jeder Menge Tricks! Unter Zielgenauigkeit verstehe ich,
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durch einen festgesteckten Parcours zu fliegen, wobei das Anfangstor,
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bestehend
aus zwei Windblades im Abstand von ca. 8 Metern,
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in einer Höhe von nicht mehr als 1,5-3 Metern zu passieren ist.
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Unter
Kontrolle ist zu verstehen, während der horizontalen Swoopphase,
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Kurven fliegen zu können, den/die Füsse durchs Wasser zu
ziehen,
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den
Punkt des Stillstandes (Ziellandung) bestimmen zu können und
und und….
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Die
Ideen zu den Tricks kommen wieder einmal aus Amerika.
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Dort
gibt es mittlerweile einige Swooper, die kaum anderes machen,
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als
aus 1000 Metern abzuspringen, den Schirm zu öffnen und zu Swoopen.
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Tricks
wie der "Blind man", sprich rückwärts eingedreht
im Gurtzeug zu Swoopen,
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oder
der "Nothing" wobei freihändig mit den Füssen
auf dem Wasser gesurft wird,
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gehören
zu den Schwierigsten!
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Frank
Täsler (2. Platz Gesamtwertung German Swooping Open 2004)
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| Webmaster Frank Schuck Team NLEx |